Facebook psychologisches profil
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Wieso hat jemand vier facebook Profile ? (Computer, Gesundheit und Medizin, Psychologie)
Rund vier Milliarden Menschen nutzen soziale Medien — Tendenz steigend. Doch hinter den glänzenden Zahlen rumort es. So gibt es längst auch einen Gegentrend. Und der lautet: Rückzug! Ein Drittel aller Nutzer in Deutschland konnten sich Ende vorstellen, ihren Facebook-Account zu löschen. In den USA waren es 45 Prozent.
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Fakt ist: Das Bewusstsein über die toxische Nebenwirkung der Internetdienste wächst. Zu verdanken ist dies auch der Wissenschaft, die mit ihrer Expertise die Kritik an den sozialen Netzwerken untermauert. Ob Stress, Suchtverhalten oder permanentes Abgelenkt-Sein: Christian Montag, Professor für Molekulare Psychologie an der Universität Ulm beschreibt, welche psychologischen Voraussetzungen jemanden dafür besonders anfällig machen können.
Und er erklärt gleichzeitig auch, mit welchen Mechanismen die Tech-Firmen die Nutzer ködern. Ein praktischer Überblick, um eigene Erfahrungen mit dem Stand der Wissenschaft abzugleichen! Warum es jemanden überhaupt in die sozialen Medien zieht, zeigt der Psychologe etwa mithilfe der Gratifikationstheorie. Und das sind eher extravertierte Menschen mit Tendenz zum Neurotizismus — so lauten erste Erkenntnisse über die Nutzerinnen und Nutzer von Facebooks Social-Media-Apps.
Doch wann kommt es nun dazu, dass Menschen in den sozialen Medien Zeit und Raum vergessen und sie also nicht so nutzen können , wie es ihnen guttun würde? Wie der Newsfeed von Facebook und der Twitterstream oder die Push-Funktion, die einen immer wieder zum Smartphone ruft. Umso spannender sind dafür die psychologischen und verhaltensökonomischen Studien, die Auskunft darüber geben, warum viele Menschen trotzdem in den Netzwerken bleiben, wenn auch mit Unwohlsein.
Wieso hat jemand vier facebook Profile ?
Beispiel: Die Macht des sogenannten Besitztumeffekts, die der Rechtswissenschaftler Cass Sunstein untersucht hat. Danach müsste man Nutzern über 60 Dollar zahlen, damit sie einen Monat auf Facebook verzichten würden — so wichtig ist ihnen ihr Profil. Ein anderer Grund: Die Angst, etwas zu verpassen, die sich schwer abschütteln lässt. Christian Montag räumt zwar immer wieder ein, dass der Wissenschaft auch noch viele Daten fehlen.
Könnten lange Nutzungszeiten zum Beispiel nicht auch Bewältigungsstrategien bei Alltagsproblemen sein? Wie weit reicht die manipulative Wirkung von App-Designs wirklich? Die Kritik des Psychologen ist aber klar: Die Menschen werden bewusst in den Netzwerken gehalten, nicht zu ihrem Nutzen, sondern um mit ihren Daten Geld zu verdienen.
Höherer Selbstwert durch Facebook? | Psychologisches Institut | UZH
Deshalb fordert Christian Montag mehr Forschung und eine strengere Regulierung der Plattformen. Internet-Pionier Jaron Lanier. Soziale Netzwerke. Zur Startseite.