Psychologie wahrnehmung prosess
Grundlagen der Psychologie. Wahrnehmungsprozesse, das Selbstwirksamkeitskonzept und Rubikon-Modell
Der Wahrnehmungsprozess beschreibt die Gewinnung, Verarbeitung und Reaktion von Reizen, die auf den Körper einwirken. Es gibt zwei Arten der Reizaufnahme. Zum anderen kann die Reizaufnahme aus dem Körperinneren erfolgen, diese werden beispielsweise in Form von Schmerz wahrgenommen. Durch unsere fünf Sinnesorgane gelangen diese Reize über die Nervenbahnen ins Gehirn.
Dort werden die gewonnen Informationen verarbeitet. Wichtig hierbei ist, dass eine bestimmte Reizschwelle erreicht sein muss, damit wir diese als Information an das Gehirn weiterleiten können. Schritt im Hirnstamm, wo diese Reize verglichen, vereinfacht und an das Gehirnzentrum weitergeleitet werden.
Beim 2. Schritt der Informationsverarbeitung, im Gehirnzentrum, wird der Reiz mit bereits gemachten Erfahrungen und Empfindungen verglichen und zugeordnet. Schritt der Informationsverarbeitung werden die gewonnenen Informationen entweder als bereits bekannt eingeordnet oder es werden neue Informationen angelegt. Es folgt eine Reaktion auf die Informationsverarbeitung, die sich in einer motorischen Handlung wiederfindet oder der Reiz wird als neue Erfahrung abgespeichert.
Der Abgleich mit bereits gemachten Erfahrungen ist in diesem Zusammenhang auch besonders wichtig, da aus diesen Erfahrungen Hypothesen entstehen, die in unserer Wahrnehmung verankert sind, um schnell auf bestimmte Reize reagieren zu können. Diese Hypothesen stehen allerdings unter dem Aspekt der Vorläufigkeit, sodass man jederzeit ein vorläufig gefälltes Urteil über bestimmte Situationen korrigieren kann.
Empfindungen werden meist mit Erfahrungen gekoppelt und als zusammengehörig wahrgenommen.
Wahrnehmung: Lexikon der Psychologie
Dies führt dazu, dass wir Dinge, Situationen und menschliches Verhalten unterschiedlich wahrnehmen. Jerome Bruner und Leo Postamm, beides US- amerikanische Psychologen, haben sich mit der menschlichen Wahrnehmung befasst und eine Hypothesentheorie der sozialen Wahrnehmung entwickelt. Wie bereits beschrieben, nehmen wir Menschen immer vor dem Hintergrund bereits gemachter Erfahrungen wahr.
Die Persönlichkeitsmerkmale des Wahrnehmenden spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Daher nähern sich Wahrnehmende mit bestimmten Erwartungen an bestimmte Situationen, welches als Hypothesen bezeichnet werden. Eine stabile Basis aus bereits gemachten Erfahrungen wird benötigt, um schnell und angemessen auf beispielsweise Gefahrensituationen zu reagieren.
Dies bedeutet, dass pädagogische Fachkräfte zwar ihre eigene Wahrnehmung reflektieren sollten, um so objektiv wie möglich zu sein, sie jedoch auch nutzen können, Situationen schnell und zuverlässig einschätzen zu können. Hypothesen werden aus individuellen und sozialen Faktoren erlangt. Die Hypothese bestimmt was im Wahrnehmungsprozess wahrgenommen wird oder wie das Wahrgenommene interpretiert wird.
Starke Hypothesen sind bedingt durch den Grad des Einflusses auf die Wahrnehmung, sowie die Menge an Informationen, die zur Bestätigung oder Wiederlegung einer Hypothese erforderlich sind.
Wahrnehmung
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