Psychology ist schalaytanerie

Statistik Psychotherapie ist und bleibt Psychotherapie. Methoden müssen gelernt und gekonnt werden, wie ärgerlich eine Richtlinieneinengung auch immer sein mag. Die unzureichenden Entfaltungsmöglichkeiten für das niederschwellige psychosomatische Versorgungspotenzial sind sicherlich kritikwürdig, unter dem Aspekt des ärztlichen Konsils jedoch keineswegs auf die ärztlichen Psychotherapeuten beschränkbar, ein Blick in die Psychosomatikinhalte der wissenschaftlichen Psychologieausbildung und der institutionalisierten Psychotherapieausbildung beweist das.

Scharlatanerie – Psychologie-News

Psychotherapeuten müssen generell fordern, dass präventive und Versorgungsleistungen von uns erbracht werden können. Damit sind die ärztlichen nicht weniger gemeint als die psychologischen. Dem steht auch nicht entgegen, dass jeder Psychotherapeut selektiv methodenorientiert arbeitet. Im Gegenteil : Wie will ich denn versorgungsorientiert arbeiten, wenn die Methodenbezogenheit fehlt?

Aber auch die ärztliche Kompetenz ist eindeutig methodenorientiert, sonst hätten wir es mit Scharlatanerie zu tun. Psychologie liefert Menschenbilder, Medizin ethisch zunehmend bedürftigere Funktionsbilder. Dies als Widerstand zu interpretieren, reicht nicht.

VSA Verlag: Kritik der Psychologie

Vielmehr leitet sich daraus eine Bedeutungszuschreibung für den Facharzt für psychosomatische Medizin ab: ihm obliegt die Integration der psychotherapeutischen Methoden in seinen Versorgungsauftrag. Und hier liegt der Hase im Pfeffer: Welchen hat er denn expressis verbis? Wer formuliert ihn und bezahlt den Psychotherapeuten dafür — denn ein solcher ist er doch trotz allem?

Und an der Praxis muss sich der psychosomatisch versorgende Arzt messen lassen. Wer meint, hier ohne Methodenorientierung auszukommen, schadet der Zunft, sowohl der ärztlichen als auch der psychotherapeutischen. Christof Kohrs, Dipl.