Erstgespräch psychologe erfahrung
Zu Beginn einer Psychotherapie steht immer das Erstgespräch. Es bietet Gelegenheit, sich kennen zu lernen, das Problem kurz zu schildern und die Behandlung zu planen. Worauf Sie beim ersten Treffen achten sollten, erfahren Sie im Artikel. Das Erstgespräch, auch psychotherapeutische Sprechstunde genannt, dient in erster Linie dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vorbereitung einer Therapie.
Daher wird das eigentliche Problem zunächst nur kurz angesprochen. Dabei gibt es einiges zu besprechen: Welche Methoden und Arbeitsweisen kommen zum Einsatz, mit welchen Kosten müssen Sie rechnen und wie oft findet eine Therapiesitzung statt. Das Erstgespräch dient also auch dazu, organisatorische Fragen zu klären.
Noch vor dem ersten Gespräch sollte die Kostenfrage geklärt sein. Fragen Sie bereits am Telefon nach dem Preis für ein Erstgespräch. Manche Therapeuten verrechnen es zum vollen Preis, andere haben dafür eigene Tarife oder verrechnen das erste Kennenlernen nur unter bestimmten Umständen. In Deutschland wird das Erstgespräch im Rahmen der psychotherapeutischen Sprechstunde häufig von den Krankenkassen bezahlt.
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Ablauf einer Psychotherapie
Um Enttäuschungen zu vermeiden, können einzelne Fragen bereits vor dem Erstgespräch gestellt werden. Zwar ist ein Telefonat kein Ersatz für ein persönliches Kennenlernen, trotzdem kann es sinnvoll sein, die wichtigsten Fragen schon vorher zu klären. Nutzen Sie das Erstgespräch, um den Therapeuten auf einer persönlichen Ebene kennenzulernen. Fühlen Sie sich verstanden?
Empfinden Sie Sympathie? Können Sie sich vorstellen, mit der Person über persönliche Dinge zu sprechen? Eine Vorbereitung auf das Erstgespräch ist nicht notwendig. Selbst wenn Sie manche Fragen nicht beantworten können stellt dies kein Problem dar. Nicht jedes Erstgespräch läuft gleich ab. Dennoch tauchen häufig dieselben Fragen auf.
Beispiele dafür sind:. Manchmal kann es vorkommen, dass bereits beim Erstgespräch nach persönlichen Dingen gefragt wird. Informationen zur persönliche Krankengeschichte oder der familiären Situation kann für die Therapieplanung notwendig sein. Wenn Sie das Erstgespräch jedoch nur für ein erstes Kennenlernen nützen möchte, ist es natürlich in Ordnung, auf persönliche Details nicht einzugehen.
Eigentlich kann man nichts falsch machen — selbst wenn man im Gespräch auf die eine oder andere Frage vergisst, genügt in der Regel der Griff zum Telefon.
Erstgespräch: eure Erfahrungen
Man kann auch nicht zu viel oder zu wenig erzählen: Ein erfahrener Therapeut kennt viele Ihrer Fragen und Sorgen und wird Sie durch das Gespräch führen. Sprechen Sie ruhig über alle Dinge, die Ihnen wichtig erscheinen. Je nach Länge des Erstgesprächs kann es vorkommen, dass manche Themen nur kurz angeschnitten werden. Doch manchmal hat man das Bedürfnis, bestimmte Dinge genauer zu erklären.
Da kann es leicht passieren, dass mehr Zeit notwendig wäre. In diesem Fall ist es sinnvoll, das Thema auf die erste Therapiesitzung zu verschieben. Viele Dinge fallen einem erst nach dem Gespräch ein. Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Fragen bereits vorher auf einem Zettel notieren und zum Erstgespräch mitnehmen. Einige Beispiele wären:. Das Erstgespräch dient dem ersten Kennenlernen.
Man spricht miteinander und gewinnt einen ersten Eindruck von der anderen Person. Womöglich ist man sich nicht sympathisch oder man fühlt sich unverstanden. Die Gründe, warum es nicht klappt, können individuell unterschiedlich sein. Wenn Sie das Gefühl haben, keine gemeinsame Gesprächsbasis zu finden, ist eine Behandlung nicht sinnvoll. In diesem Fall ist es besser, einfach einen andere Psychotherapeuten aufzusuchen.
Es kann passieren, dass man mit einem Erstgespräch nicht zufrieden ist und trotzdem dafür bezahlen muss. Rückschläge und Enttäuschungen sind normal. Es mag ärgerlich sein, wenn ein Erstgespräch nicht wie erhofft verläuft — Sie werden aber rasch bemerken, dass nicht alle Psychotherapeuten gleich sind und es beim nächsten Mal vermutlich besser klappt. Niemand muss sich rechtfertigen, wenn nach einem Erstgespräch keine weiteren Treffen stattfinden oder man den Kontakt abbricht.
Es ist Ihre freie Entscheidung, bei wem Sie Ihre Therapie beginnen möchten, und diese muss immer respektiert werden. Egal, was der genaue Grund ist — Sie müssen dem Therapeuten gegenüber keine Rechenschaft ablegen. Es ist auch möglich, dass der Therapeut die Behandlung ablehnt.
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Auch diese Entscheidung ist zu akzeptieren. Grundsätzlich müssen Sie keine Fragen beantworten, wenn Sie das nicht möchten. Manchmal erfordert es Zeit, bis man das nötige Vertrauen gewonnen hat um wirklich offen sprechen zu können. Es ist also völlig normal, wenn Sie zunächst zögern, persönliche Dinge auszusprechen. Diese kleinen Notlügen scheinen gerade zu Beginn praktisch, um unangenehme Dinge leichter aussprechen zu können.
Im Laufe der Behandlung kann es aber sinnvoll sein, sich der Wahrheit anzunähern. Für eine wirkungsvolle Psychotherapie ist es notwendig, die eigene Situation bzw. In einer guten therapeutischen Beziehung werden Sie genügend Gelegenheiten haben, kleine Unwahrheiten aus dem Erstgespräch aufzuklären. Unangenehme Fragen sollten nur beantwortet werden, wenn Sie dem Therapeuten vertrauen.
Vergessen Sie nicht: Wenn Sie eine Frage nicht beantworten möchte, tun Sie es einfach nicht. Während in Österreich lediglich das erste Treffen als Erstgespräch bezeichnet wird, gibt es in Deutschland die Möglichkeit der psychotherapeutischen Sprechstunde. Die beiden Konzepte sind ähnlich, allerdings ist für die psychotherapeutische Sprechstunde mehr Zeit vorgesehen.
Die Einheiten können auch zusammengefasst werden und entsprechen dann in etwa 50 Minuten. Sie haben also genügend Zeit, alles in Ruhe zu besprechen — bei Bedarf kann die Sprechstunde einfach verlängert werden. Startseite Psychische Gesundheit Psychologische Hilfsangebote Erstgespräch Psychotherapie Die Psychotherapeutische Sprechstunde Zu Beginn einer Psychotherapie steht immer das Erstgespräch.
Lesedauer 12 Min. Schwerpunkt Gesundheit. Psychische Erkrankungen. Dieser Fachartikel wurde von einem Experten geprüft. Letzte Aktualisierung: Vorbereitung auf das Erstgespräch Noch vor dem ersten Gespräch sollte die Kostenfrage geklärt sein. Themen des psychotherapeutischen Erstgesprächs Manche Dinge werden bei fast jedem Erstgespräch angesprochen: Frequenz Die Frequenz der Sitzungen hängt häufig von der Therapierichtung ab; es können aber auch individuelle Wünsche berücksichtigt werden.
In manchen Fällen können aber auch mehrere Therapieeinheiten pro Woche notwendig sein. Manchmal — etwa bei akuten Problemen — empfiehlt sich eine höhere Frequenz, die später reduziert werden kann. Dauer Betrifft sowohl die Dauer einer Sitzung als auch die voraussichtliche Dauer der Therapie. Eine Sitzung dauert normalerweise zwischen 45 und 60 Minuten.
Standard sind 50 Minuten. Zu Beginn kann es schwierig sein, den voraussichtlichen Zeitraum der Therapie genau festzulegen. Trotzdem sollte ein Zeitpunkt vereinbart werden, an dem man gemeinsam eine erste Zwischenbilanz zieht. Wurden Fortschritte erreicht? Ist man einer Lösung nähergekommen? Ist man mit dem bisherigen Verlauf zufrieden? Termine An welchen Tagen und zu welcher Uhrzeit findet die Therapie statt?
Häufig ist es für Klient und Therapeut einfacher, wenn man einen bestimmten Wochentag fix einplant. Ist eine langfristige Planung nicht möglich, bietet es sich an, die nächsten Termine am Ende einer Sitzung festzulegen. Organisatorisches Was ist zu tun, wenn man einen Termin nicht wahrnehmen kann? In den meisten Fällen genügt es, Termine rechtzeitig zu verschieben.
Erfolgt jedoch keine rechtzeitige Absage, stellen viele Therapeuten ausgefallene Termine in Rechnung. Kosten Die Kosten werden pro Sitzung berechnet. Beim Preisvergleich sollten Sie auch auf die Dauer einer Sitzung achten. Fragen Sie auch nach der Möglichkeit einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse.
Ziele Vermutlich wird Ihr Therapeut Sie auch nach Ihren Zielen im Rahmen der Therapie fragen. Eine Psychotherapie vollbringt keine Wunder; Ziele müssen realistisch und erreichbar sein. Dadurch vermeiden Sie Enttäuschungen und übertriebene Erwartungen. Nach einigen Wochen oder Monaten können Sie sich dann die Frage stellen: Habe ich meine Ziele erreicht?
Wo waren Hindernisse? Methoden Jede Psychotherapie arbeitet nach einer bestimmten Methode. Zwar können die Arbeitsweisen sehr unterschiedlich sein, ein Grundkonzept sollte jedoch immer vorhanden sein. Sie sollten sich mit den angewendeten Methoden identifizieren können und diese als sinnvoll erachten. Vermeiden Sie therapeutische Schulen, denen Sie skeptisch gegenüberstehen.